Verbesserung fachlicher Standards in der Pflege geriatrischer Patienten im deutsch-georgischen Partnerschaftsprojekt GEPA


09.04.2018 | Förderung durch den DAAD im Programm PAGEL

Ein Symposium zum Thema „Interdisziplinarität in geriatrischen Versorgungssettings am Beispiel Wundmanagement“ war am 21. März 2018 der offizielle Auftakt für das vom Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) für vier Jahre geförderte Projekt GEPA in Tbilisi. Das Akronym steht für das hoch relevante Thema „Der geriatrische Patient im häuslichen Versorgungssetting in Georgien“ und bezieht sich auf einen Bereich, der angesichts des rasanten demografischen Wandels und des Zerfalls tragfähiger familiärer Strukturen für das Land im Kaukasus eine hohe Brisanz hat.

In einer fachlichen Kooperation, ermöglicht über die Förderlinie PAGEL - Partnerschaften für den Gesundheitssektor in Entwicklungsländern - sollen in den Jahren 2018-2021 neue Netzwerke und verbesserte Strukturen im Bereich Home Care entstehen, die wichtige Themen und Standards für die ambulante Versorgung in Aus-, Fort- und Weiterbildung und darüber auch in der häuslichen Pflegepraxis implementieren. Das Themenspektrum reicht dabei vom Bereich des geriatrischen Assessments sowie dem Umgang mit typischen geriatrischen Erkrankungen, bis hin zum wertschätzenden Umgang mit Menschen mit Demenz. Es geht aber auch um ein verbessertes Handling, verbunden mit einer Grundqualifikation in Kinästhetik. Die fachliche Federführung dafür liegt beim IAF der Katholischen Hochschule Freiburg, die Projektleitung bei Prof. Dr. Cornelia Kricheldorff (Gerontologie) und Prof. Dr. Anne Kellner (Pflegewissenschaft). Das Vorhaben wird in enger Kooperation durchgeführt mit:

    Dem Zentrum für Gerontologie und Geriatrie (ZGGF) des Universitätsklinikums Freiburg
    Der Orthodoxen St. King Tamar Universität Tbilisi - წმინდა თამარ მეფის უნივერსიტეტი
    Dem Caritasverband Georgien - კარიტასის საქართველო

Vom 18.3. bis 24.3.2018 waren die beiden Professorinnen, zusammen mit ihrem Kollegen Prof. Dr. Hauke Schumann (Medizinische Lehre), in Georgien, um in Tbilisi die Projektstruktur vor Ort zu konkretisieren und Kooperationsgespräche zu führen. Zusammen mit einer Gruppe Studierender aus den Studiengängen B.A. Pflege und Berufspädagogik in der Pflege wurden auch erste Trainings für Lehrende und Schüler von örtlichen Pflegecolleges sowie für die Mitarbeiterinnen der Hauskrankenpflege von Caritas Georgien durchgeführt.

Das Team der KH Freiburg, das exemplarisch für Interdisziplinarität steht, wird im Verlauf des Projekts durch weitere einschlägige Expertise aus der Professorenschaft der Hochschule und des Universitätsklinikums sowie aus der deutschen Fachpraxis erweitert. Und es gibt über das Förderprogramm auch die Möglichkeit für Forschungs- und Praxisaufenthalte sowie mehrwöchige Hospitationen für die georgischen Partner.

 

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Prorektorin Forschung / Institutsleitung IAF
Prof. Dr. phil. Cornelia Kricheldorff

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