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Motivational-volitionale Intervention – Bewegung nach Brustkrebs

Nach Abschluss einer Brustkrebsbehandlung reduziert ein körperlich aktiver Lebensstil das Sterberisiko nachweislich. Gleichzeitig ist aber auch bekannt, dass Frauen während der aktiven Therapie (Operation, Chemotherapie, Bestrahlung) den Umfang körperlicher Aktivität sehr stark veringern und nach Abschluss der Therapie nicht wieder jene körperliche Fitness erreichen, die sie vor der Diagnose hatten. Ohne gezielte Intervention wird ein bewegungsarmer Lebensstil nach der Diagnose „Brustkrebs“ leider weitgehend unverändert beibehalten.

Die Reha-Therapiestandards „Brustkrebs“ der Deutschen Rentenversicherung fordern, dass mindestens 75% der Rehabilitandinnen während der Rehabilitation etwa 4 Stunden pro Woche Bewegungstherapie erhalten. Diese Anforderungen werden in der Praxis der medizinischen Rehabilitation bereits weitgehend umgesetzt.

Problematisch ist, dass es trotz der klaren positiven Effekte körperlicher Aktivität und der Einbindung von Bewegungstherapie in die Rehabilitation, ja sogar trotz hoher Motivation der Patientinnen, bislang nur ungenügend gelingt, dies nachhaltig in den Alltag zu implementieren. Mit dem Ende der Rehabilitation verlagert sich das gesundheitsorientierte Bewegungsverhalten wieder in den Hintergrund.

Gegenstand dieses Projektes ist deshalb die Entwicklung, Implementation und Evaluation einer Intervention zur nachhaltigen Erhöhung körperlicher Aktivität von Frauen, die sich aufgrund einer Brustkrebserkrankung in stationärer Rehabilitation befinden. Diese Intervention wird von Experten unter pädagogisch-didaktischen Gesichtspunkten, wie auch unter Berücksichtigung psychologischer und bewegungstherapeutischer Aspekte entwickelt. Die Umsetzung in der Therapie erfolgt dann durch ein Team von Physiotherapeut*innen, Sporttherapeut*innen und Psycholog*innen.

Die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit dieses Bewegungsprogramm im Rahmen der Reha, wird mittels sogenannter Follow-up Befragungen evaluiert, die Aufschluss darüber geben, wie, ob und in welchem Maße, ein körperliches Fitnessprogramm im Alltag verankert ist.
 

Projektleitung

Prof. Dr. med. Eva Bitzer, PH-Freiburg - evamaria.bitzer@ph-freiburg.de
 

Laufzeit

2015-2018

Studiengangsleitung M.A. Dienstleistungsentwicklung / Development of social and health services
Prof. Dr. rer. soc. Wiebke Göhner-Barkemeyer

Kooperationspartner:

Gefördert von: