Talkpunkt 2018

TALKpunkt an der KH Freiburg im WS 2018/19


Die Katholischen Hochschule Freiburg lädt wieder zu ihrer öffentlichen Vortrags- und Gesprächsreihe „TALKpunkt“ ein.
Das aktuelle Rahmenthema lautet: „Traumata“. Prominente Referenten sprechen aus ihrer Perspektive und Forschung:


 

Traumata. Termine
 

Do 25.10. um 18:00 Uhr
„BEZIEHUNGSARBEIT MIT TRAUMATISIERTEN KINDERN, JUGENDLICHEN UND ERWACHSENEN“ 

Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner,
Professorin für Klinische Psychologie und Sozialarbeit, Beratung und Therapie an der Alice Salomon-Hochschule Berlin


Mo 12. 11. um 18:00 Uhr
„TRAUMATISIERENDE UND TRAUMATISIERTE INSTITUTIONEN“ 
Prof. Dr. Heiner Keupp,
Professor (em.) für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München


Di 04.12. um 17:30 Uhr
„WER BIN ICH IN EINER TRAUMATISIERTEN GESELLSCHAFT?“ 

Prof. Dr. Franz Ruppert,
Professor für Psychologie und Psychologischer Psychotherapeut an der Katholischen Stiftungshochschule München

Traumata. Referenten

 

Do – 25.10.2018, 18:00
Prof. Dr. Silke Birgitta Gahleitner,
 
Professorin für Klinische Psychologie und Sozialarbeit, Beratung und Therapie an der Alice Salomon-Hochschule Berlin: 
„BEZIEHUNGSARBEIT MIT TRAUMATISIERTEN KINDERN, JUGENDLICHEN UND ERWACHSENEN“
Folgende Fragen stehen in diesem Talkpunkt zur Debatte: Welches Milieu brauchen traumatisierte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, um die Möglichkeit zu haben, sich gesund entwickeln zu können? Welche Erkenntnisse gewinnen wir aus der Bindungstheorie? Welche traumapädagogischen Bedarfe müssen abgedeckt werden? Welche Anforderungen werden an Fachkräfte gestellt? Wo endet deren Zuständigkeit?
Silke B. Gahleitner studierte Soziale Arbeit an der renommierten Alice-Salomon-Hochschule in Berlin und hat 2004 in Klinischer Psychologie an der FU Berlin promoviert sowie sich 2015 an der TU Dresden in den Erziehungswissenschaften habilitiert. Sie arbeitete in eigener Praxis als Beraterin und Psychotherapeutin sowie in einer sozialtherapeutischen Einrichtung für traumatisierte Mädchen. Seit 2006 lehrt sie als Professorin für Klinische Psychologie und Sozialarbeit mit dem Schwerpunkt Psychotherapie und Beratung an der Alice-Salomon-Hochschule. Von 2012 bis 2015 verbrachte sie einen Forschungsaufenthalt an der Donau-Universität Krems.
 

Mo – 12. 11. 2018, 18:00
Prof. Dr. Heiner Keupp, 

Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München:
„TRAUMATISIERENDE UND TRAUMATISIERTE INSTITUTIONEN“
Heiner Keupp ist ein international anerkannter Experte der Identitätsforschung und in den letzten Jahren auch durch seine Mitarbeit an Studien über den sexuellen Missbrauch in kirchlichen Institutionen in Deutschland hervorgetreten (Kloster Ettal;  Stift Kremsmünster). Seit 2016 ist Keupp Mitglied der Unabhängigen Kommission zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs.
Heiner Keupp studierte Psychologie und Soziologie in Frankfurt, Erlangen und München. In München hat Keupp 1971 mit einer Arbeit zur Soziogenese psychischer Störungen promoviert, 1976 folgte seine Habilitation. 1978 wurde er Professor für Sozial- und Gemeindepsychologie an der Ludwig-Maximilians-Universität München. 
Ein zentrales Interessengebiet Keupps ist der Einfluss gesellschaftlicher Wandlungsprozesse auf das Individuum. Bekannt geworden ist in diesem Zusammenhang sein Begriff der „Patchwork-Identität“. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Wandel der Arbeitswelt und die Belastungsfolgen durch Subjektivierung, Entgrenzung und Flexibilisierung von Arbeit. 

Di – 04.12. 2018, 17:30
Prof. Dr. Franz Ruppert,
 
Professor für Psychologie und Psychologischer Psychotherapeut an der Katholischen Stiftungshochschule München: 
„WER BIN ICH IN EINER TRAUMATISIERTEN GESELLSCHAFT?“
Ganze Gesellschaften können – so die These – trauma-assoziiert sein und offen oder verdeckt Gewalt ausüben. Franz Ruppert, der durch zahlreiche psychotherapeutische Publikationen als Trauma-Spezialist ausgewiesen ist, konzentriert sich auf einen Aspekt, der in den Trauma-Debatten oft zu kurz kommt: Die Täter-Opfer-Dynamik, die zu einer Endlosschleife der seelischen Verletzungen führt. Eltern, die als Kinder nicht gewollt und nicht vor Gewalt geschützt wurden, werden meist selbst zu Tätern an ihren eigenen Kindern und reinszenieren unbewusst ihre eigenen Erlebnisse. 
Franz Ruppert gilt als einer der führenden Psychotraumatologen in Deutschland. 1985 an der Technischen Universität München bei Carl Graf Hoyos am Lehrstuhl für Psychologie promoviert, ist Ruppert seit 1992 Professor für Psychologie an der Katholischen Stiftungshochschule München und als psychologischer Psychotherapeut in eigener Praxis in München tätig. Seit 2015 entwickelt er die Identitätsorientierte Psychotraumatherapie (IoPT).

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